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Demokratieförderung in Wissenschaftlichen Bibliotheken

Demokratieförderung ist eine Kernaufgabe wissenschaftlicher Bibliotheken. Sie besteht darin, den freien, überparteilichen Zugang zu geprüfter Information zu gewährleisten.

„Bibliotheken sind Orte gelebter Demokratie: Indem sie die informationelle Grundversorgung aller Bürger*innen mit ihrem überparteilichen und qualitätsgeprüften Medien- und Informationsangebot fördern, leisten Bibliotheken einen unverzichtbaren Beitrag zur Meinungsbildung, zu einem demokratischen Gemeinwesen sowie zur politischen Willensbildung und übernehmen als besucherstärkste Bildungs- und Kultureinrichtungen eine zentrale demokratische und gesellschaftspolitische Funktion.“ dbv - Bibliotheken und Demokratie

Bibliotheken: Grundpfeiler einer Demokratie - Pressemitteilung des dbv zum internationalen Tag der Demokratie am 15. September 2026

Demokratieförderung in unseren Serviceangeboten

Faktenbasiertes Wissen als Grundlage demokratischer Willensbildung

Wissenschaftliche Bibliotheken unterstützen Forschung und Lehre und tragen damit zu „faktenbasiertem Wissen und gesicherten Erkenntnissen als Grundlage für die Meinungsbildung und (politisches) Handeln" bei. In einer Zeit von Fake News und „einfachen Antworten" ist die Sicherung verlässlicher Wissensbestände selbst ein demokratischer Beitrag. (dbv)

Erwerbung und Bereitstellung von wissenschaftlicher Literatur, Datenbanken und Forschungsdaten.
Dienste für den Campus | Digitale Services nutzen | Publizieren und Forschen

Informations- und Medienkompetenz

Die Vermittlung von Fähigkeiten zur Quellenbeurteilung, zur Einordnung aktueller Debatten und zum Erkennen von Falschinformationen ist ein zentrales Feld. Hier überschneiden sich die klassische Schulungstätigkeit Wissenschaftlicher Bibliotheken mit politischer Bildung. Wir bieten ein vielfältiges Kurs- und Beratungsangebot, sowie Lern- und Bildungsspecials an.
 

Kurse und Beratung

Open Access und Open Science

Freier Zugang zu wissenschaftlichen Erkenntnissen – nicht nur für die Wissenschaft, sondern für die Gesellschaft – ist eine wichtige Voraussetzung für eine offene Demokratie.
Gemeinsam mit der Universität zu Köln unterstützen wir die Prinzipien von Open Science und tragen mit einer breiten
Palette an Angeboten zum Open Access und Open Science zu einer freien und offenen Wissenschaftskultur bei, die offenen Austausch, Transparenz und Reproduzierbarkeit hochhält.
Auch Fachinformationsdienste (FID) treiben diese Öffnung aktiv voran.

Open Science und Open Access | Fachinformationsdienst Philosophie | Fachinformationsdienst Soziologie

Begegnungs- und Diskursort: Ausstellungen und Veranstaltungen

Wir bieten ein vielfältiges Kulturprogramm an und zeigen Ausstellungen zu bewegenden Themen in unserem Haus. Wir organisieren Diskussionsrunden mit Expert*innen zu aktuellen Diskursen und zusätzlich bieten wir jedes Jahr “Special Events” an. Seit 2026 ergänzen wir unsere Ausstellungen um eine Sondervitrine, die das jeweilige Thema stets auch im Kontext der Demokratieförderung präsentiert.
 

Kulturprogramm


 

Langfristige Sicherung des kulturellen und wissenschaftlichen Erbes

Demokratieförderung ohne Erinnerung ist blind. Die Sicherung, Digitalisierung und Bereitstellung historischer Quellen schafft die Voraussetzung für historisch informierte politische Urteilsbildung.

Wir bieten über 80 Sammlungsportale an. Dort können Sie im Bestand der jeweiligen Sammlungen recherchieren und erhalten zusätzlich Informationen zum Sammlungshintergrund. Damit erhalten Studierende, Wissenschaftler*innen und interessierte Bürger*innen wichtige Hinweise zu ihren Forschungsgebieten.
 

Sammlungen und Schwerpunkte
 

Provenienzforschung und Restitution

Wir bewahren nicht nur Wissen – wir tragen auch Verantwortung für unsere Geschichte. Während der NS-Zeit wurden Bücher geraubt, Stimmen zum Schweigen gebracht, Wissen verfälscht.
Die Provenienzforschung macht diese Spuren sichtbar und stellt Fragen nach Herkunft, Verlust und Gerechtigkeit. Indem Bibliotheken heute offenlegen, was verschwiegen wurde, handeln sie demokratisch: Sie schaffen Transparenz, geben Geschichte zurück und machen deutlich, dass Teilhabe auch Aufarbeitung bedeutet.
Zum Thema NS-Raubgut in der USB führen wir ein Projekt zur systematischen Erforschung unserer Bestände durch, die vor 1945 erschienen sind. Im Fall von NS-Raubgut werden wir restituieren.
 

NS-Raubgut in der USB Köln

Stellungnahmen zu "Bibliotheken und Demokratie"