Zum Hauptinhalt springen

20. Februar – 03. Juni 2025

Games-Geschichte(n)


Zur Ausstellung

Die Geschichte der Computerspiele lässt sich aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen. So handelt eine geläufige – und recht geradlinige – Geschichte vom rasanten technischen Fortschritt, von den Arcade-Automaten der 1970er/80er-Jahre bis hin zu den neuesten Spielkonsolen und Gaming-PCs. Eine andere Geschichte erzählt die Erfolgsstory einer globalen Game-Industrie, den Aufstieg von Nintendo, Sony oder Microsoft. Eine weitere Geschichte versammelt die beliebtesten Spielfiguren – Super Mario, Lara Croft oder Pikachu – oder führt entlang der Meilensteine der Computerspielentwicklung, von Pong und Pac-Man über Half-Life und Halo bis hin zu Grand Theft Auto und God of War.

Die Ausstellung möchte neben diesen ‚großen Erzählungen‘ auch andere Geschichten des Computerspiels zeigen. Es geht um Irrwege und Umwege, um Kuriositäten, Hybride und Missing Links, um Parallelen und Kreuzungen mit anderen Mediengeschichten.

Games-Geschichte(n) setzt vier Schwerpunkte:

Technische Geschichten

Technische Geschichten zeigen, wie die Entwicklung von Computerspielen und ihren Ästhetiken durch Formen der Medientechnik beeinflusst wurde. Dabei fällt der Blick nicht nur auf einschlägige, namhafte Technologien, sondern auch auf diejenigen, die ein ‚Nischendasein‘ führen oder sogar (fast) gänzlich vergessen wurden.

Intermediale Geschichten

Intermediale Geschichten werfen Schlaglichter auf Wechselwirkungen von analogen und digitalen Spielen. Hierbei zeigen zum Beispiel Brettspiel-Adaptionen (von Computerspielen), dass analoge Spiele nicht immer digitalen vorausgehen, sondern dass die Mediengeschichte voller Richtungswechsel und Überschneidungen verläuft. Ein weiterer Fokus liegt auf sog. Hybridspielen, die Elemente von digitalen Spielen mit ‚analogem Spielmaterial‘ wie Spielbrettern und -figuren verschmelzen. 

Ausgestellte und aufgeschriebene Geschichten

Ausgestellte und aufgeschriebene Geschichten stellen eine Reihe von (akademischen) Versuchen dar, Computerspielgeschichte zu ordnen und zu vermitteln. Neben einer Zusammenschau verschiedener Computerspiel-Ausstellungen, die in den letzten Jahren in Museen in Deutschland zu sehen waren, widmet sich dieser Schwerpunkt Studien zu Spieleplattformen, Games-Kultur(en) oder Kanon-Bildungen.

Spielerische Geschichten

Spielerische Geschichten sind Reflexionen der Computerspielgeschichte in Computerspielen. Hierzu zählen zahlreiche Variationen von Retro-Gaming, (museale) Ausstellungen von Spielen in Spielen oder Easter-Eggs wie zum Beispiel virtuelle Arcade-Automaten, die sich in Spielwelten finden und manchmal sogar (im Spiel) gespielt werden können.

Rahmenprogramm

Lange Nacht der Bibliotheken
04.04.2025, 17–22 Uhr
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln

Am 4. April 2025 wird die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln zum Treffpunkt für Gaming-Fans. In einem Dilemma-Spiel werdet ihr als Forschende vor knifflige Entscheidungen gestellt und herausgefordert, euren moralischen Kompass neu zu justieren. Außerdem erwarten euch Spiele zum Forschungsdatenmanagement, zu Data Literacy und Open Science. Hier könnt ihr auf spielerische Art zu den Themen ins Gespräch kommen.
Auch Fans des Retro-Gaming sind bei uns an diesem Abend goldrichtig! Im Foyer bekommt ihr eine Kuratorenführung zu unserer Ausstellung "Games-Geschichte(n)". Für alle, die lieber selber spielen möchten, verwandelt sich unser Gruppenraum für einen Abend zur Retro-Spielestation.

Teilnahme: kostenlos

Kooperation

Die Ausstellung ist ein Projekt des Instituts für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln in Kooperation mit dem Deutschen Spielearchiv Nürnberg. Sie wird kuratiert von Benjamin Beil, Isabelle Hamm und Peter Podrez.

Ausstellungszeitraum

20. Februar – 3. Juni 2025

Ausstellungsort

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, Foyer, Universitätsstraße 33, 50931 Köln

Öffnungszeiten

Montag bis Freitag 9 bis 24 Uhr, Samstag und Sonntag 9 bis 21 Uhr

Einlass Hinweis

Sie können die Ausstellung natürlich auch ohne Bibliotheksausweis besuchen. Wenden Sie sich bitte an das Sicherheitspersonal, das Sie dann durchgehen lässt.

Ansprechpartner

 Maria Schrempp

Maria Schrempp

Marketing / Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Zur Nacht der Bibliotheken - Gaming Night