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8. März 2023 - Weltfrauentag ♀

Erinnerung an Mathilde Franziska Anneke (1817-1884) und Regina Ruben (1858-1943)

"Meines Erachtens nach ist der Kampf auf dieser Welt gerade das Schönste, was wir haben" - so das Motto von Regina Ruben, die die Historikerin und Publizistin Irene Franken in Zusammenarbeit mit der Universitäts- und Stadtbibliothek in ihrer vor Kurzem herausgegebenen Biographie vorstellt. Irene Franken hat mit ihrer Biographie Regina Ruben vor dem Vergessen bewahrt. 

Im Rahmen unserer regelmäßigen Jahresgaben für die Mitglieder der Kölnischen Bibliotheksgesellschaft sind zwei kleine Bücher erschienen über und von Regina Ruben, der "lebenslangen Kämpferin" - denn neben der Kurzbiographie enthält der Schuber auch ihre 1905 entstandene Schrift über die 1848er Revolutionärin und erste große Verfechterin des Frauenstimmrechts Mathilde Franziska Anneke.

Über die jüdische Schriftstellerin und Kommunistin Ruben ist bekannt, dass sie in der radikalen Hamburger Frauenbewegung aktiv war und Kontakt zu Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht hatte. Ab 1919 war sie Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands; Anfang der 1940er Jahre ging sie nach Holland ins Exil. Sie starb 1943 im Vernichtungslager Sobibor.

Den Nachdruck zu Mathilde Franziska Anneke hat unsere Buchbinderei in einer wunderschönen Sonderanfertigung in den Farben der Suffragetten eingebunden - Grün, Weiß und Violett.

2022

17. November 2022 - Neues Sammlungsportal "ALTE KÖLNER STUDENTENBÜCHEREI"

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Besitzstempel der Studentenbücherei

Was interessierte und bewegte die Kölner Studierenden in der Zwischenkriegszeit von 1920 - 1940?

Das lässt sich gut an an dem Bestand der alten Kölner Studentenbücherei erkennen, gegründet im Sommersemester 1920.

Man berücksichtigte bei der Bestandsauswahl die Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer.
Daher enthält die Sammlung die ganze literarische Vielfalt der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts und beinhaltet Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die dem Nationalsozialismus nahe standen oder von ihm verfemt wurden. Der Bestand spiegelt wider, welche Themen das damalige studentische Leben in Köln begleiteten.

Bisher haben wir über 250 Bücher aus der alten Studentenbücherei in unserem Bestand gefunden und der neuen Sammlung zugeordnet.

Zum Sammlungsportal KÖLNER STUDENTENBÜCHEREI >>

17. November 2022

8. November 1942 - Vor 80 Jahren starb Helene Richter im Konzentrationslager Theresienstadt

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  • Helene Richter (1861 - 1942) ©Österreichische Nationalbibliothek
  • The bookplate, the ownership mark, of Helene Richter and her sister Elise Richter. Pictured is a woman leaning with her body to the ground.
    Helene and Elise Richter Ex-Libris

Helene Richter war eine österreichische Anglistin und Theaterwissenschaftlerin. Die Privatbibliothek, die sie gemeinsam mit ihrer Schwester Elise aufbaute, gelangte als Notverkauf 1942 in die USB Köln und zählt heute zum NS-verfolgungsbedingten Kulturgut. Im Rahmen der NS-Provenienzforschung wurde die Bibliothek 2005 rekonstruiert und im Zuge der Restitution kam es 2014 zu einer gütlichen Einigung mit den in England lebenden Erben. Demnach verbleiben die Bücher in der USB Köln und stehen somit weiterhin der Wissenschaft zur Verfügung. Dr. Christiane Hoffrath hat 2009 die Geschichte dieser Bibliothek in ihrer Veröffentlichung „Bücherspuren“ sorgfältig dokumentiert und aufgearbeitet.

Ein besonderer Fund in der Bibliothek ist ein Typoskript von Helene Richter, das 2011 in unserer Elektronischen Schriftenreihe veröffentlicht wurde: "Die drei großen Tragödinnen des Burgtheaters im 19. Jahrhundert.", PDF (79MB)

 

Helene Richter: Autodidaktin - Anglistin - Theaterwissenschaftlerin

Wie ihre jüngere Schwester Elise, erhielt Helene Privatunterricht. Als Autodidaktin widmete sie sich der Anglistik und veröffentlichte ab 1895 Übersetzungen und Sachbücher. Sie erhielt die Ehrendoktorwürde der Universitäten Heidelberg und Erlangen und ihre Heimatstadt ernannte sie zum "Bürger ehrenhalber der Stadt Wien".

Im März 1938 entzog die Universität Wien ihrer Schwester Elise Richter, die 1904 habilitiert hatte, die Lehrerlaubnis und sie erhielt Bibliotheksverbot. In der Folgezeit veräußerten Elise und Helene Richter aus finanziellen Gründen ihre Bibliothek, die größtenteils an die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und die Österreichische Nationalbibliothek verkauft wurde. Im März 1942 mussten sie in ein jüdisches Altersheim umziehen. Von dort wurden sie im Oktober 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo Helene am 8. November 1942 starb. Wenige Monate später starb dort auch ihre Schwester Elise Richter am 21. Juni 1943.

Die Bibliothek von Elise und Helene Richter gehörte zu den ersten Sammlungen in unserem Bestand, für die ein eigenes Sammlungsportal entstand: "Virtuelle Bibliothek Elise und Helene Richter".

8. November 2022

 

31. Oktober 2022 - Fundstücke aus dem Magazin: Ambroise Paré, Vater der französischen Chirurgie

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  • Eine Abbildung aus der niederländischen Ausgabe von Ambroise Parés "Abhandlung über die Behandlung von Verwundungen durch Feuerwaaffen und Schießpulver". Zu der Beschreibung ist ein verwundenes Gesicht gezeichnet. Großansicht:
    Aus: Paré, Ambroise: Een suyverlijc tractaet, om int corte te handelen enn te genesen alderhande wonden enn quetsuren gedaen met haeckbussenIn, Antwerpen: 1556
  • Eine Seite aus der niederländischen Ausgabe von Ambroise Parés Abhandlung über die Behandlung von Verwundungen durch Feuerwaffen und Schießpulver". Abgebildet ist eine Beinprotese. Großansicht:
    Aus: Paré, Ambroise: Een suyverlijc tractaet, om int corte te handelen enn te genesen alderhande wonden enn quetsuren gedaen met haeckbussenIn, Antwerpen: 1556
  • Eine Seite aus der niederländischen Ausgabe von Ambroise Parés Abhandlung über die Behandlung von Verwundungen durch Feuerwaffen und Schießpulver". Abgebildet ist eine Armprotese. Großansicht:
    Aus: Paré, Ambroise: Een suyverlijc tractaet, om int corte te handelen enn te genesen alderhande wonden enn quetsuren gedaen met haeckbussenIn, Antwerpen: 1556
  • Eine Seite aus der niederländischen Ausgabe von Ambroise Parés Abhandlung über die Behandlung von Verwundungen durch Feuerwaffen und Schießpulver". Abgebildet ist eine Handprotese. Großansicht:
    Aus: Paré, Ambroise: Een suyverlijc tractaet, om int corte te handelen enn te genesen alderhande wonden enn quetsuren gedaen met haeckbussenIn, Antwerpen: 1556

Auf den ersten Blick schaurigschön passend zu Halloween, stellt sich beim genauen Hinsehen heraus, dass wir einen Medizinklassiker in den Händen halten: Eine niederländische Ausgabe von Ambroise Parés Abhandlung über die Behandlung von Verwundungen durch Feuerwaffen und Schießpulver.

Ambroise Paré (* um 1510, † 1590), war ein französischer Chirurg und gilt bis heute als Wegbereiter der modernen Chirurgie und Begründer der Gesichtsprothetik. Nach einer Ausbildung zum Bader arbeitete er viele Jahre als Militärchirurg auf den Schlachtfeldern Europas und behandelte dort äußerst erfolgreich Soldaten, Feldherren und sogar Könige. Er entwickelte für Verletzungen, die durch die neuartigen Feuerwaffen entstanden, Behandlungsmethoden, die Soldaten höhere Überlebenschancen boten. Als Erster beschrieb er den Wundbrand und entwarf fortschrittliche Prothesen. Aber auch in anderen medizinischen Fachbereichen, wie z.B. der Geburtshilfe, leistete er bedeutende Fortschritte.

Trotz der fehlenden akademischen Ausbildung wurde Ambroise Paré 1554 als maître en chirurgie in das Collège de Saint Côme, das chirurgische Kollegium der Pariser medizinischen Fakultät, aufgenommen. Aufgrund seiner großen praktischen und wissenschaftlichen Verdienste um die Chirurgie wurde er als „Vater der französischen Chirurgie“ bezeichnet.

1545 veröffentlichte Paré seine Abhandlung La méthode de traicter les playes faictes par hacquebutes et aultres bastons à feu, die als Meilenstein der Chirurgiegeschichte gilt. Veröffentlichungen, für den praktischen Gebrauch geschrieben, waren häufig dem Verschleiß unterworfen, so dass heute nur noch wenige Exemplare existieren. Und auch an der vorliegenden Ausgabe, einer niederländischen Übersetzung aus dem Jahr 1556, kann man deutliche Gebrauchsspuren erkennen. Sie wurde in Antwerpen gedruckt und gehört in die Sammlung Gymnasialbibliothek. Signatur: GBIX141+C

 

31. Oktober 2022

1. Oktober 1901 - Erster Bericht über den Fund der Waldseemüllerkarte von 1507 erscheint in der Kölnischen Volkszeitung

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1901 fand der Jesuitenpater Josef Fischer in der Schlossbibliothek Wolfegg in der Nähe von Ravensburg das wahrscheinlich einzige erhaltene Exemlar der Weltkarte von Martin Waldseemüller aus dem Jahr 1507. Auf dieser Karte war erstmals der Name »America« verzeichnet. Der Fund ging damals durch die gesamte Weltpresse. Josef Fischer selbst gab 1903 gemeinsam mit Prof. Franz von Wieser den Band "Die älteste Karte mit dem Namen Amerika aus dem Jahre 1507, und die Carta marina aus dem Jahre 1516" heraus. Dass der allererste Bericht über den Sensationsfund in der Kölnischen Volkzeitung erschienen sein soll, hat der österreichische Wissenschaftler Dr. Philipp Schöbi herausgefunden und daraufhin Kontakt zu uns aufgenommen. Und tatsächlich: Durch die autoptische Recherche, entdeckten wir den kleinen Artikel:  Am Dienstag, dem 1. Oktober 1901, auf dem dritten Blatt in der Abendausgabe, S. 1, rechts unten in der Rubrik "Welt und Wissen". Somit konnten wir Herrn Schöbis Annahme bestätigen, sein Forschungsergebnis durch einen Scan der Zeitungsseite ergänzen und in das Licht der Öffentlichkeit stellen.
Signatur: ZTG14+A-1901(11.7/8.11)

Über die Waldseemüllerkarte oder Wie Amerika zu seinem Namen kam

Martin Waldseemüllers Weltkarte von 1507 war die erste Karte, die im Westen einen neuen Kontinent darstellte: AMERICA. Die Karte dokumentierte die neuesten geografischen Erkenntnisse, die sich aus den portugiesischen und spanischen Entdeckungen des späten 15. und frühen 16. Jahrhunderts ergaben. Der Kartograf Waldseemüller stützte sich auf Daten, die Amerigo Vespucci während seiner Reisen in die Neue Welt 1501-02 gesammelt hatte. Als Anerkennung für Vespuccis Erkenntnis, dass ein neuer Kontinent entdeckt worden war, taufte ihn Waldseemüller »America«. Diese Karte ist das einzige bekannte erhaltene Exemplar der ersten Ausgabe, von der vermutlich 1.000 gedruckt wurden. Mit der Darstellung der neu entdeckten amerikanischen Landmaße veränderte sich das europäische Verständnis von einer Welt, das bis dahin nur Europa, Asien und Afrika kannte.
(Quelle: Library of Congress, Digitale Weltbibliothek)

2001 wurde die Waldseemüllerkarte an die Library of Congress verkauft. Seit 2005 gehört sie zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.
(Quelle: Wikipedia)

Sammlungsportal Rheinische Zeitschriften >>

01. Oktober 2022

 

2. September 2022 - "WEGWEISER ODER DIE MACHT DER MEHRDEUTIGKEIT"

Ausstellung in der Kunst-Station Sankt Peter Köln, 02.09.-02.10.2022

Im September 2022 sind wir gemeinsam mit dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds zu Gast in der Kunst-Station Sankt Peter Köln.

Die Ausstellung "Wegweiser" geht aus der Kölner Jesuitensammlung hervor und möchte die Dinge des zweiten Blicks präsentieren: Fünf Stationen erzählen Geschichten, die Bücher einer Schulbibliothek erst dann preisgeben, wenn man sie – vielleicht ganz zufällig – aufschlägt.

Auf unserer Website gibt es im Kulturprogramm auch eine Online-Ausstellung zum "Wegweiser" mit interessanten Hintergrundinformationen zu den Exponaten >>

2. September 2022

 

20. August 1792 - vor 230 Jahren wurde der Pariser Architekt Jacob Ignaz Hittorff in Köln geboren

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Jakob Ignaz Hittorff, Sohn eines Kölner Blechnermeisters, schuf als Architekt in Paris in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts u.a. die Kirche St-Vincent-de-Paul, den Cirque d’hiver und den Pariser Bahnhof Gare du Nord, damals der größte der Welt. Mit 16 Jahren ging Hittorff beim Kölner Maurermeister Franz Leisten (1754–1833) in die Lehre. 1810 zog er, ausgestattet mit Empfehlungsschreiben von Ferdinand Franz Wallraf und seinem Kölner Freund Franz Christian Gau, nach Paris. Dort erhielt er 1811 die Zulassung an der École des Beaux-Arts.

Sein künstlerischer Nachlass gelangte 1898 an die Stadt Köln. Seine sehr gut erhaltenen Bücher zur Kunst und Archäologie kamen über die Stadtbibliothek in die 1920 neu entstandene USB, inkl. Alben mit rund 2.500 Originalzeichnungen, die in bisher sieben Inventaren in unserer Hittorff-Schriftenreihe veröffentlich wurden. Band 8 erscheint 2023.

Zur Sammlung Jakob Ignaz Hittorff >>

 

9. Juni 1832 -Vor 190 Jahren starb Friedrich von Gentz

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Friedrich von Gentz (1764-1832)

Friedrich von Gentz war Publizist "Edelfeder", österreichischer Diplomat und Staatsmann. Er war vor allem begeisterter Europäer und ein Spät-Aufklärer. 1814 war Gentz Generalsekretär und Protokollführer des Wiener Kongresses sowie aller anderen Kongresse des post-napoleonischen Europas bis hin zum Veroneser Kongress 1822. [1] Am 9. Juni 1832 starb Friedrich von Gentz in Wien.

2008 erhielten wir als Schenkung das Gentz-Archiv von Günter Herterich, Kölner SPD-Politiker und Historiker, der über einen Zeitraum von fast 30 Jahren Dokumente von und über Friedrich von Gentz zusammengetragen hatte. Dabei konzentrierte er sich auf die umfangreiche Korrespondenz des Wiener Diplomaten. 2008 übergab Herterich sein Archiv als Schenkung an die USB Köln.

Zusätzlich überließ Herterich der USB rund 5.000 Bücher aus seiner umfangreichen Bibliothek mit dem Schwerpunkt auf neuere deutsche und lateinamerikanische Geschichte.

[1] Raphaël Cahen: "Forscherglück: vom wissenschaftlichen Arbeiten mit Nachlässen am Beispiel der Gentz-Sammlung Herterich"

Friedrich von Gentz, Sammlung Herterich >>

 

31. Mai 2022 - "Bücher auf Reisen" im Sommer 2022

Einige unserer Bücherschätze verbringen diesen Sommer in Münster, Düsseldorf, Arnsberg und Essen. Und ab sofort können Sie auch im Foyer sehen, wohin die Bücherreisen gehen. Ein QR-Code führt Sie zu den Ausstellungsbeschreibungen.

Ein bisschen stolz sind wir schon darauf, dass unser Bestand so gefragt ist - und unsere Bücher freuen sich auch, mal was anderes zu sehen ...

Zu "Bücher auf Reisen - Leihgaben für Museen" >>

31. Mai 2022

1. April 1932 - Vor 90 Jahren starb Heinrich Erkes: Kaufmann, Islandforscher und Bibliothekar in Köln

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  • Ein Porträt von Heinrich Erkes. Er ist angelehnt an einem Schreibtisch, mit dem Blick zur Seite. Er trägt einen Anzug und eine Brille. Großansicht:
    Heinrich Erkes (1864 - 1932)
  • Großansicht:
    Biblia, Þad Er, Øll Heilög Ritning : vtløgd a Norraenu, Verfasser: Med Formalum D. Mart. Luth., Ort/Verlag: Hoolum i Hialltadal : Halldor Asmunds Syne, Jahr: 1644

Herzstück unserer Islandica-Sammlung ist eine Schenkung von Heinrich Erkes: 1920 gingen ca. 4500 Titel aus und über Island in den Bestand der USB ein.

Heinrich Erkes wurde 1864 in Elberfeld geboren und wuchs in Köln auf. Nachdem er zunächst einige Jahre in Bonn Neuere Sprachen und Geologie studiert hatte, stieg er als Kaufmann in das elterliche Handelsunternehmen ein und führte es ab 1900 eigenverantwortlich.

Ebenfalls ab 1900 setzte sich Erkes intensiv mit Island auseinander, lernte isländisch und besuchte 1905 erstmals die Insel, die ihn von da ab in ihren Bann zog. Nach dem ersten Weltkrieg, der ihm sein Kaufmannsgeschäft zerstört hatte, wurde er 1920 als wissenschaftlicher Bibliothekar an der neu gegründeten Universitäts- und Stadtbibliothek eingestellt. Er war also ein vormaliger Kollege von uns. Bis 1930 bereiste er Island noch acht weitere Male. Erkes sammelte sehr systematisch Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Karten aus und über Island, so dass er schließlich über eine, für einen Privatmann, einzigartige Sammlung von mehreren tausend Island-Titeln verfügte.

Quelle: Hoffrath, Christiane: Die Sammlung Islandica in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, In: Syré, Ludger (Hg.): Ressourcen für die Forschung. Spezialsammlungen in Bibliotheken. Frankfurt am Main: Klostermann, 2018. (Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Sonderband 123), S. 101-111.

Heinrich Erkes im Portal Islandica-Sammlung >>

 

8. März 2022 - Weltfrauentag: Mathilde von Mevissen, Frauenrechtlerin und Mitbegründerin des Kölner Frauenbildungsvereins

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Mathilde von Mevissen (1848-1924) war die zweitälteste der fünf Töchter von Gustav von Mevissen (Unternehmer und Politiker im Rheinland, * 1815, † 1899). Wie im 19. Jahrhundert üblich, erhielten die Mädchen keine fundierte Ausbildung. Der Besuch einer Schule wurde durch Hauslehrer ersetzt. "In jeglichem Wissen bin ich Homöopath - habe stets nur die allerkleinsten Dosen genommen"¹, schrieb sie Jahre später. Sie fand Mittel und Wege, sich heimlich Bücher aus der reichen, aber den Kindern verbotenen Bibliothek des Vaters zu beschaffen, um ihren Wissensdurst zu stillen. Als Erwachsene setzte sie sich sehr für die Rechte der Frauen (Frauenwahlrecht) und insbesondere für die Ausbildung und Förderung von Mädchen ein. Sie war Mitbegründerin des 1894 gegründeten Kölner Frauenfortbildungsvereins. Dass 1903 in Köln ein Mädchengymnasium - das erste in Preußen - eröffnet wurde, war ihrem Einsatz und ihrer finanziellen Förderung zu verdanken. Sie erlebte es noch, dass diese Schule 1923 nach ihr benannt wurde. Als verdiente Person der Stadtgeschichte ehrt die Stadt Köln das Andenken an Mathilde von Mevissen durch eine Skulptur im Figurenprogramm des Rathausturms.

¹"Da ich unglücklich war und wohl etwas unterdrückt - Mathilde von Mevissen und die Mädchenbildung"
in: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins ; volume 75, issue 1, page 87-142 ; ISSN 0341-9320 2198-0675, (2004)

Zur Sammlung der Familie von Mevissen >>

08. März 2022

 

17. Februar 1602 - Vor 420 Jahren wurde die Kölner Ratsbibliothek gegründet ...

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  • Ein Kupferstich um 1655 von dem Gebäude des Kölner Rathaus.
    Kölner Rathaus, Kupferstich um 1655
  • Ein Foto der Regalbeschriftung der Syndikatsbibliothek.
  • Eine Nahaufnahme eines Buches der Syndikatsbibliothek mit dem Fokus auf der Buchsignatur.
  • Ein Foto von einem Bücherregal mit alten Büchern aus der Syndikatsbibliothek.

Im Februar 1602 beschloss der Rat der Stadt Köln, eine "Senats-" bzw. "Syndikatsbibliothek" zu gründen. Man benötigte dringend Literatur für den Behördenalltag, besonders für die Fachgebiete Rechts- und Staatswissenschaften sowie Geschichte - also musste eine Bibliothek aufgestellt werden. Die Sammlung wuchs sehr langsam: Bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts füllte sie mit 1.800 Bänden nur wenige Regalmeter. Der Buchbestand im Rathaus vergrößerte sich 1824 schlagartig, als der verstorbene Rektor der Universität Ferdinand Franz Wallraf seiner Vaterstadt seinen gesamten Nachlass vermachte. Wallrafs Bibliothek mit etwa 14.000 Bänden wurde nun auch im Rathaus untergebracht. Vom Rathausturm zogen Syndikats- und Wallrafbibliothek in den Hansasaal, von dort in die Ratskapelle und später in den Spanischen Bau - und das war nicht der letzte Standort. 1884 erweiterte sich der Bestand nochmals um die Gymnasialbibliothek und aus den drei Bibliotheken entstand die wissenschaftliche Stadtbibliothek, die von breiten Schichten der Stadtgesellschaft genutzt wurde. Heute wird die Syndikatsbibliothek in der USB wieder in ihrer ursprünglich geschlossenen Aufstellung unter der Signaturengruppe "SB" aufbewahrt.

Weitere Informationen zu den ersten Büchersammlungen, die den Grundstock für unseren Bestand bildeten, finden Sie in diesen Sammlungsportalen:

Quelle: 400 Jahre Ratsbibliothek / Universitäts- und Stadtbibliothek: Ansprachen beim Festakt im Hansasaal des Historischen Rathauses zu Köln am 28. November 2002.

2021

Islands Bücher und eine schöne Weihnachtstradition

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  • Ein Foto einer isländischen Psalmensammlung von 1754. Abgebildet ist eine Seite mit einem handschriftlich eingetragendem Alphabet samt Sonderzeichen.
  • Ein Foto einer isländischen Psalmensammlung. Auf der abgebildeten Seite haben sich verschiedene Personen mit Namen verewigt, in dem Fall Pfarrer "Jón Magnússon" aus Hvammur.
  • Ein Foto einer isländischen Psalmensammlung. Auf der abgebildeten Seite sind Namen verschiedenster Personen abgebildet, die sich mit ihren Namen verewigt haben.

In den Büchern unserer Kölner Islandsammlung findet man immer wieder Spuren früherer Benutzer:innen. In dieser Psalmensammlung von 1754 hat jemand z. B. ein handschriftliches Alphabet samt Sonderzeichen æ, þ und ø (heute: ö) eingetragen; außerdem haben sich verschiedene Personen mit Namen im Band verewigt. Neben Pfarrer Jón Magnússon aus Hvammur, dem das Buch wahrscheinlich gehört hat, finden wir Jón Helgason und Jón Jónsson, aber auch die Mädchennamen Ástríður und Þorbjörg. Vielleicht waren das Pfarrer Jóns Schüler*innen?

In Island spielt die literarische Tradition seit dem Mittelalter eine große Rolle, daher lernten schon früh viele Menschen lesen und schreiben. Dafür musste Papier her! Weil es in Island aber lange keine Papiermühlen gab, war der Rohstoff knapp. So wurde auch auf den unbedruckten Blättern in Büchern geübt.
Heute gibt es in Island genügend Papier und gerade in der Vorweihnachtszeit werden viele neue Bücher herausgegeben. Durch die sogenannte Weihnachtsbücherflut (isl. Jólabókaflóð) sind Bücher das traditionelle Weihnachtsgeschenk geworden (und Schockolade!) - perfekt, um sich in der Ruhe zwischen den Feiertagen gemütlich in spannende Geschichten vertiefen zu können.

Wenn Sie mehr über unsere Islandica Sammlung erfahren möchten, werfen Sie einen Blick auf unser Sammlungsportal >>

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      27. Dezember 2021

Geniales Marketing im 19. Jahrhundert oder Wie ein Kunstsammler die Vollendung des Kölner Doms vorantrieb

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  • Animierte Bilddatei eines Kupferdrucks mit bläulicher Einfärbung. Ein Detailaussicht der beiden Türme des Kölner Doms, die langsam größer werden und den Fokus auf den Stern, auf dem Vierungsturm zeigen, der zwischen den beiden Türmen legt.
  • Das Titelblatt der 4. Lieferung der "Ansichten, Risse und einzelne Theile des Doms von Köln, mit Ergänzungen nach dem Entwurf des Meisters, nebst Untersuchungen über die alte Kirchen-Baukunst und vergleichenden Tafeln der vorzüglichsten Denkmale"." von Sulpiz Boisseree
    Die 4. Lieferung der "Ansichten, Risse und einzelne Theile des Doms von Köln : mit Ergänzungen nach dem Entwurf des Meisters, nebst Untersuchungen über die alte Kirchen-Baukunst und vergleichenden Tafeln der vorzüglichsten Denkmale"
  • Eine Abbildung der Westfassade des Kölner Doms in der Gesamtansicht.
    Die Westfassade in der Gesamtansicht ...
  • Ein Foto mit dem Ausschnitt einer Zeichnung des Kölner Doms. Dargestellt wird das Größenverhältnis von Mensch und Dom, dafür ist neben dem Gebäude eine kleine Figur abgebildet.
    ... und im Detail: Zur Einschätzung der Größenverhältnisse sind Menschen neben und vor dem Dom abgebildet
  • Eine Abbildung des unvollendeten Kölner Doms, am Ende der 300-Jährigen Bauunterbrechung zu Beginn der 1820er Jahre.
    So sah der Dom am Ende der 300-jährigen Bauunterbrechung zu Beginn der 1820er Jahre aus.
  • Ein Foto der Stadt Köln im Jahr 1817. Der Kölner Dom ist im Aufbau, auf dem Gebäude steht ein Kran.
    Für Jahrhunderte das Markenzeichen Kölns: Der Kran auf dem unfertigen Dom

Eine Sammlungsgeschichte zur Einstimmung in den Advent:

Sulpiz Boisserée (*1783 †1854), ein Kölner Kunstsammler, Historiker und einer der Hauptinitiatoren der Dom-Fertigstellung im 19. Jahrhundert, träumte bereits 1808 von der Vollendung der Kathedrale und begann mit der zeichnerischen Erfassung der vorhandenen Bauteile. Nachdem er 8 Jahre später eine Hälfte des überarbeiteten mittelalterlichen Fassadenplans fand, veröffentlichte er ab 1821, also vor genau 200 Jahren, seine "Ansichten, Risse und einzelne Theile des Doms von Köln ...", eine Serie von Kupferstichen nach Zeichnungen u. a. von Angelo Quaglio, Friedrich Schinkel und Georg Moller. Für die Turmspitze des Vierungsturms plante Boisserée einen Stern als Symbol für den Dreikönigenschrein, der sich nach einigen Standortwechseln heute hinter dem Hochaltar befindet.

Die Zeichnungen zeigten, wie der Dom einmal aussehen könnte - ein hervorragendes Mittel, eine Idee zu verbreiten und seinen Zeitgenossen das Ziel buchstäblich vor Augen zu führen. Boisserées Plan ging auf und er löste mit seiner Veröffentlichung eine landesweite Begeisterung für den Dombau aus, der zu diesem Zeitpunkt eine fast 300 Jahre lange Bauunterbrechung hinter sich hatte.

Boisserées Werk in unserem Bestand:
Die 3. Lieferung von 1823 befindet sich in der Sammlung Jacob Ignaz Hittorff >> und die vollständige Ausgabe in unserem Sammelschwerpunkt Rheinland >>

26. November 2021

Projekt "Rettung der Wallraf-Bibliothek" in der KEK-Ausstellung "Originalerhalt in Perspektive"

Die KEK feiert ihren 10. Geburtstag und unser Projekt zur "Rettung der Bibliothek von Ferdinand Franz Wallraf" ist Teil ihrer Ausstellung "Originalerhalt in Perspektive"!

Was bedeutet KEK?! - KEK steht für "Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts". Sie wurde 2011 in Berlin gegründet, um Archive und Bibliotheken beim Schutz schriftlichen Kulturgutes zu unterstützen und die Arbeit über Länder- und Spartengrenzen hinweg zu koordinieren.

Mit einer Online-Ausstellung dokumentiert die KEK nun ihre Arbeit. Anhand von 10 Objekten zeigt sie, wie vielfältig unser schriftliches Kulturgut ist: Das Spektrum reicht von Büchern aus Wachs über DDR-Plakate von 1948-1961 bis hin zur ersten in Deutschland empfangenen E-Mail im Jahr 1984. 

Wir sind mit der Bibliothek von Ferdinand Franz Wallraf dort vertreten. Denn als Wallraf stirbt, erbt die Stadt Köln seinen Nachlass:
"... Zur Erbin meines sämtlichen Nachlasses [...] setze ich die Stadt und die Gemeinde Köln ein, meine Vaterstadt." Dank seiner Verfügung wurde Wallrafs Bibliothek zum Grundstock unseres Bestandes. Während des zweiten Weltkriegs musste seine Bibliothek in einen Klosterkeller ausgelagert werden. Das feuchte Raumklima führte zu erheblichen Bestandsschäden, die nun im BKM-Sonderprogramm (Bundesregierung für Kultur und Medien) von 2018 bis 2020 dauerhaft gesichert wurden.

Zur KEK-Ausstellung >>

Ausführliche Informationen zum Projekt "Rettung der Bibliothek von Ferdinand Franz Wallraf" finden Sie hier:
Teil I - Teil II - Teil III

Zum Sammlungsportal "Bibliothek von Ferdinand Franz Wallraf" >>

09. November 2021

Totenzettelsammlung im neuen Design und mit neuer Funktion

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Sie kennen das vielleicht: An Allerheiligen und Allerseelen gedenkt man den Verstorbenen, indem man z. B. ihre Gräber mit Lichtern schmückt.

Aber sagt Ihnen die Tradition der Totenzettel auch etwas? Anfangs wurden sie bei der Totenmesse an die Trauergäste verteilt, später auch verschickt oder in Zeitungen veröffentlicht.

Im Laufe der Jahrhunderte veränderten sich natürlich Inhalte und Gestaltung - im 18. und 19 Jahrhundert leitete z.B. häufig ein "Jesus! Maria! Josef!" den Text ein, umgangsprachlich auch bekannt als "Jesses, Maria und Josef!". Je nach Mode folgten dann ausführliche Beschreibungen der Lebens- und Todesumstände, was die Sterbenachricht zu einer informativen Quelle für Ahnen- und Familienforscher:innen macht.

Wir haben in der USB eine Sammlung von mehr als 14.000 Totenzetteln zusammengetragen. Jetzt erscheint sie im neuen Design und mit dem zusätzlichen Register "Provenienzen". Dort werden alle Bürger- und Bürgerinnen aufgeführt, die uns Totenzettel zusenden. Denn wir sammeln natürlich weiter, damit die Datenbank kontinuierlich wächst. Haben Sie Totenzettel aufbewahrt und fänden es schön, wenn sie auch digital erhalten blieben?  Dann nehmen wir sie sehr gerne in unsere Sammlung auf, digitalisieren sie und verwahren die Originale sicher! Sie können uns die Totenzettel zusenden an:

Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Universitätsstraße 33
50931 Köln

Zur Totenzettelsammlung >>

01. November 2021

Jesuitensammlung - Spurensuche nach verstreuten Objekten

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  • Heyders Katalog in handschriftlicher als auch in gedruckter Form mit freundlicher Genehmigung der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln
  • Paris mit Blick auf den Tuileriengarten, den (heute nicht mehr existierenden) Tuilerienpalast und den dahinter liegendenden Lourve, Zeichnung von Jakob Ignaz Hittorff, 1860

250 Jahre altes Verzeichnis der Kölner Zeichnungen und Druckgrafiken ist online!

Gut, dass Jacob Heyder - ein Kölner Jesuit - 1778 ein Verzeichnis der Drucke und Zeichnungen der Kölner Jesuitenbibliothek erstellt hat („Stampe e disegni, che si trovano nel museo del Collegio Tricoronato a Colonia“). Denn 16 Jahre später, 1794, wurde Köln von französischen Revolutionstruppen besetzt. Noch im gleichen Jahr begannen französische Kommissare damit, Kulturgüter der Stadt zu konfiszieren und nach Paris zu überführen, unter anderem Teile der Kölner Jesuitensammlungen. Neben wertvollen Büchern wurden auch rund 27.500 Zeichnungen abtransportiert, die bis heute im Pariser Louvre aufbewahrt werden. Dort wurden sie grob systematisiert und katalogisiert.

Heyders Liste ist jedoch feiner strukturiert und bildet die Sammlung zu einem früheren Zeitpunkt als die Pariser Listen ab - auf denen daher einige Kunstwerke fehlen. Der Heyder-Katalog bleibt somit die zentrale Quelle zur Rekonstruktion der Sammlung in jesuitischer Zeit. Nun ist er online verfügbar.

Wir arbeiten weiterhin daran, die Jesuitenbibliothek virtuell zu rekonstruieren. Was wir bisher entdeckt haben und wonach wir noch suchen, können Sie im Jesuitenportal nachlesen unter: „Die verstreute Sammlung" >>

19. Oktober 2021

14. September 1321 - Vor 700 Jahren starb Dante Alighieri in Ravenna

Wann genau im Jahr 1265 Dante Alighieri, der bekannteste Dichter Italiens, geboren wurde, ist nicht ganz sicher. Fest steht aber, dass er am 14. September 1321 - also heute vor 700 Jahren - in Ravenna starb und mit seiner Göttlichen Komödie das Italienische zu einer Literatursprache führte.

Anlässlich des Dante-Jubiläums bat uns Dr. Cristina Dondi von der Universität Oxford am Projekt Polonsky Foundation und MEI/CERL teilzunehmen. Hier sollen alle Exemplare einer speziellen Dante-Ausgabe der "La Commedia" aus dem Jahr 1481 erfasst werden. Neben unserem Exemplar sind etwa 172 Bände anderer Bibliotheken mit ihren spezifischen Provenienzen, wie z.B. handschriftliche Einträge, aufgeführt. So können Historiker:innen die Ausbreitung und Geschichte dieser speziellen Ausgabe als Ganzes nachvollziehen und sehen, welchen Weg sie durch Europa und die Jahrhunderte genommen hat.

In unserer Digitalen Dante-Sammlung, deren Grundstock von ca. 900 Bänden auf den Privatsammler Wilhelm Reiners zurückgeht, finden Sie natürlich zahlreiche originalsprachliche Dante-Ausgaben und Dante-Briefe, aber auch Kommentare, Forschungsberichte, biographische Werke und Literatur über die Renaissance. Diese Dante-Kollektion, übrigens eine der umfassendsten in Deutschland, erweitern wir stetig durch Neukäufe.

Zum MEI-Eintrag unserer Commedia-Ausgabe aus dem Jahr 1481 >>

Zur Dante-Sammlung (Wilhelm Reiners) >>

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                             14. September 2021

29. Juli 2021 - 436.000 Seiten zur rheinischen und deutschen Geschichte jetzt online verfügbar

Titelblätter "Kölnische Zeitung" von 1924 und 1925

Die "Kölnische Zeitung" im Volltext durchsuchen von 1803-1945:  https://zeitpunkt.nrw/ulbbn/periodical/titleinfo/9715711

Eine der wichtigsten überregionalen deutschen Zeitungen des 19. und 20. Jahrhunderts ist die "Kölnische Zeitung“.
Sie ist als historisches Leitmedium weit über das Rheinland hinaus bekannt und aktuell die einzige OCR-erschlossene Zeitung in dem Portal zeitpunkt.nrw.

Die Digitalisierung erfolgte im Rahmen eines zweijährigen DFG-Projektes in der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und der Universitäts- und Landesbibliothek Bonn von Juli 2019 bis Mai 2021.

Kooperationspartner war das Institut für Zeitungsforschung in Dortmund.
Bei der Lückenergänzung unterstützten bisher:

Insgesamt sind ca. 436.000 Seiten in Köln und Düsseldorf gescannt worden aus den Jahrgängen 1803 - 1945. Noch fehlende Ausgaben aus dem letzten halben Jahr der Zeitung (Oktober 1944 bis Anfang April 1945) sollen nach und nach ergänzt werden.

24. Juli 2021

24. Juni 2021 - Schenkung des Sammlers Immo Mikloweit zur Automobilgeschichte in Köln ist nun online!

1930 P. Werk B. 5 Citroen C4 Lim. © Scholz

Bereits 1877 knatterte der erste dampfbetriebene Kraftwagen durch Köln, 1888 der erste Benziner. Nach der Jahrhundertwende folgte dann zunächst eine kurze Zeit des Elektroantriebs; so fuhren die ersten Taxis und auch der erste Kölner Kranken- und Postwagen mit elektrischem Antrieb (!).

Der Auto-Experte Mikloweit erforschte die Geschichte zum Automobilbau in Köln und veröffentlichte sein Wissen in zahlreichen Publikationen.

Erfahren Sie mehr über die Sammlung Immo Mikloweit >>

                                                                                                                                                                                           24. Juni 2021

1. Mai 1906 - Vor 115 Jahren erschien der erste deutsch-neuisländische Sprachführer für touristische Reisen

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  • Ein Porträt von Heinrich Erkes. Er ist angelehnt an einem Schreibtisch, mit dem Blick zur Seite. Er trägt einen Anzug und eine Brille.
    Heinrich Erkes (1864 - 1932)
  • Auszug aus dem Sprachführer

Dieses kleine Jubiläum möchten wir feiern, denn Heinrich Erkes (1864-1932), einer unserer ehemaligen Bibliothekskollegen, war der Verfasser des Reisewörterbuchs.Mit ca. 10.000 Titeln pflegen wir heute eine im deutschen Sprachraum einzigartige Islandica-Sammlung. Den Grundstock dafür bildete die private Sammlung von Heinrich Erkes mit ca. 4500 Titeln, die er 1920 der USB schenkte.

Der Kaufmann, Sozialdemokrat und Bibliothekar (an der frisch gegründeten Universitäts- und Stadtbibliothek Köln) sammelte systematisch Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und Karten aus und über Island. 232 Buchtitel davon sind vor 1800 erschienen, wie z.B. ein Druck der ersten isländischen Bibel aus dem Jahre 1584 oder verschiedene Ausgaben der Edda-Sagen. Erkes legte neben einem Zettelkatalog einen alphabetischen handschriftlichen Katalog an, dessen Original sich heute in der Nationalbibliothek in Reykjavik befindet. Wir besitzen eine Kopie des Katalogs und haben ihn digitalisiert.

Weiterhin erwerben wir aktuelle Islandica-Literatur und bauen so den Bestand der Sammlung kontinuierlich aus.

  • Heinrich Erkes: Kurzer Deutsch-Neuisländischer Sprachführer mit Grammatik und Wörterverzeichnis, 1906, Signatur: L36/355.
    Direkt im Sprachführer blättern >>
  • Heinrich Erkes: Katalog der Islandsammlung, [um 1930], Signatur: 5P411.
  • Zur Sammlung Islandica >> 

1. Mai 2021

21. April 2021 - Die Jesuitensammlung Köln ist online! Ein LAM-Projekt (Library, Archive, Museum) der USB Köln.

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„Lieber ein Kollegium ohne eigene Kirche als ein Kollegium ohne eigene Bibliothek“ - Diese Einstellung vertrat Petrus Canisius (1521-1597), ein niederländischer Jesuit, der die Anfänge der Jesuiten nördlich der Alpen entscheidend prägte.

Der Kölner Jesuitenorden hatte von 1556 - 1773 beides: St. Mariä Himmelfahrt, die an der Marzellenstraße gelegene Kollegkirche und die dort ebenfalls untergebrachte Kollegsbibliothek, die unter anderem das Tricoronatum (Dreikönigsgymnasium) mit Schulliteratur versorgte.

Heute ist diese Bibliothek verstreut in der 40.000 Bände umfassenden Gymnasialbibliothek. Dank der Förderung durch den Kölner Gymnasial- und Stifungsfonds (GSF) konnten wir einen Teil dieser Bibliothek nun in einem Sammlungsportal rekonstruieren.

Unser dreiköpfiges "Jesuiten-Team", bestehend aus einem Doktoranden, einer Diplom-Bibliothekarin und einer Studentischen Hilfskraft, durchsuchte dafür den Bestand der bei uns aufgestellten Gymnasialbibliothek nach Büchern aus der Jesuitenbibliothek und präsentierte am 21. April 2021 dem Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds sein Arbeitsergebnis. Durch die Überprüfung per Autopsie erhalten wir Antworten auf Fragen wie: "Welche Bücher wurden für Studium und Lehre beschafft?" oder auch "Welche Bücher durften nicht in der Schulbibliothek aufbewahrt werden?"

Zusätzlich geben die in den Bänden vorhandenen Besitzeinträge wertvolle Hinweise auf die Beziehungen der Kölner Jesuiten zu ihren Ordensbrüdern im europäischen Ausland. Eine Katastrophe für die Jesuiten, aber eine Chance für die heutige Forschung ist dabei der Bibliotheksbrand von 1621, der einen Neuaufbau der Büchersammlung nötig machte.

Weitere vom GSF geförderte Projektpartner sind das Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud sowie der Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, die Sammlungen der Jesuiten zu erforschen und zu beschreiben. 

Bevor die Projektfinanzierung durch den Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds 2022 endet, wird die Sammlung noch um Zeichnungen und Drucke des Wallraf-Richartz-Museums ergänzt.

Zur Jesuitensammlung Köln >>
Erfahren Sie mehr über das LAM-Projekt der USB Köln >>

21. April 2021

4. April 1621 - Brand der Kölner Jesuitenbibliothek vor 400 Jahren

Bände, die am Tag des Brandes entliehen waren und so den Flammen entgingen.

Noch im gleichen Jahr starteten die Jesuiten den Neuaufbau ihrer Bibliothek, die sie wieder in Gebäuden an der Marzellenstraße unterbrachten.

Seit 1544/45 waren die Jesuiten in Köln ansässig und leiteten seit 1556 das Gymnasium Tricoronatum (Dreikönigsgymnasium). Wie in all ihren Niederlassungen bauten sie auch hier eine Bibliothek auf.

Am Palmsonntag 1621 fielen zahlreiche Bücher einem Brand zum Opfer, doch einige blieben glücklicherweise erhalten (s.Bild links). Laut den Quellen konnten die Jesuiten kein einziges Buch retten, da der Brand schon zwei Stunden lang schwelte, bevor er bemerkt wurde. Die erhaltenen Bücher befanden sich demnach nur zufällig in anderen Räumen des Kollegs. Die neue Bibliothek blieb auch nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 bestehen. Die Franzosen brachten einen Teil der wertvollen Bücher nach Paris und nutzen den Rest für die Bibliothek der neuen École Centrale. Später wurde die "Gymnasialbibliothek" Eigentum des neu gegründeten Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. Heute ist sie in unserem Magazin als Dauerleihgabe aufgestellt.

Im Rahmen des LAM-Projekts (Library Archiv Museum) wird die Kölner Jesuitensammlung präsentiert und die Jesuitenbibliothek rekonstruiert >>

4. April 2021

11. Februar 1941 - Rudolf Hilferding starb vor 80 Jahren an den Folgen schwerer Folter im Pariser Gestapo-Gefängnis La Santé.

Rudolf Hilferding war ein österreichisch-deutscher Politiker und Publizist. 1877 wurde er als Sohn einer jüdischen Familie in Wien geboren. Dort studierte er Medizin und beschäftigte sich zusätzlich mit sozial- , nationalökonomischen und finanzwissenschaftlichen Fragen. 1923 und von 1928-29 war er Reichsfinanzminister in Berlin. 1933 von den Nationalsozialisten ausgebürgert, ging er ins Exil. 1941 verhafteten französischen Behörden Rudolf Hilferding in Marseille und lieferten ihn an die Gestapo in Paris aus.
700 Bände seiner Bibliothek gelangten 2011 in unseren Bestand, wo sie geschlossen aufgestellt und in einem eigenen Sammlungsportal sowie über das USB-Portal, recherchierbar sind. Die Erschließung der Bücher umfasste auch die Verzeichnung der Provenienzen, so dass Widmungen von prominenten Parteigenossen wie August Bebel und Karl Kautsky oder von Freunden Hilferdings wie z.B. René Schickele im Kölner Provenienzportal verzeichnet sind.

Bibliothek Rudolf Hilferding >>
Kölner Provenienzportal >>

11. Februar 2021

03. Januar 1521 - Luthers Kirchen-Rauswurf vor 500 Jahren

Zuvor erhielt er im Juni 1520 die "Bulla apostolica contra errores Martini Lutheri et sequacium", eine Bannandrohung von Papst Leo X. Als päpstliche Bulle bezeichnet man Urkunden, die wichtige Rechtsakte des Papstes verkünden.

Im Dezember 1520 warf Luther während einer Bücherverbrennung, bei der u.a. Bände des Kanonischen Rechts und das Beichthandbuch des Angelus de Clavasio verbrannt wurden, auch seine Bannandrohungsbulle in die Flammen. Somit erhielt er am 3. Januar 1521 dann die Bannbulle und war exkommuniziert.

Seine Exkommunikation und seine reformatorischen Hauptschriften machten Luther im ganzen Reich bekannt. Neben anderen Faktoren verhalf der moderne Buchdruck Luther zu seinem außergewöhnlichen publizistischen Erfolg.

In der Sammlung Gymnasialbibliothek, verfügen wir über je ein Exemplar der Bannandrohung (AD+S593) und des eigentlichen Banns (AD+S96), die Sie jetzt auch im Volltext durchblättern können.

Bild: Porträt von Martin Luther aus der Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren, 1528, Sammlung Lutherhaus Wittenberg / Porträt des Papstes Leo X., Gemälde von Raffael, um 1518–1519, Florenz, Uffizien
Quelle: Wikipedia Commons

3. Janurar 2021

2020

19. November 2020: Die Bibliothek Wallraf im YouTube-Video

"Kraftakt mit Feingefühl: Die Restaurierung der Bibliothek Wallraf" >>

Wie gelangte die Bibliothek des Kölner „Erzbürgers“ Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824) in die Universitäts- und Stadtbibliothek Köln? Und was geschieht heute mit seinen historisch wertvollen Büchern?

Fehlten Wallraf schon zu Lebzeiten die finanziellen Mittel für die notwendige Bestandspflege, so befindet sich seine Bibliothek 200 Jahre später in einem maroden Zustand. Doch durch die Unterstützung von Bund, Land und der Stadt Köln sowie privater Buchpatenschaften, wird seine Bibliothek nun von Grund auf saniert und restauriert.

Unsere Kolleg*innen in der Buchbinderei sichern bereits seit einigen Jahren stark defekte Bände und leisten mit der Erstreinigung, Schadenserhebung und Neuaufstellung der ca. 10.000 Bände einen wahren Kraftakt, der zusätzlich zur laufenden Arbeit gestemmt wird. Doch die Mühe lohnt sich: Der Bestand wird nicht nur geschützt und restauriert, auch werden Besitzvermerke sichtbar, die wichtige Nachweise für unsere Provenienzforschung liefern. Die virtuelle Rekonstruktion der Kölner Jesuitenbibliothek profitiert z.B. enorm von den Vorarbeiten der Buchbinderei.

Die Rettungsaktion ist Teil der täglichen Arbeit in unserer Buchbinderei geworden und verlangt Akribie, Fachwissen und Durchhaltevermögen. Aber sehen Sie selbst: "Kraftakt mit Feingefühl : Die Restaurierung der Bibliothek Wallraf"

Unser Dank geht an das Multimedia-Team der Abteilung Presse und Kommunikation der Universität zu Köln, mit deren Hilfe dieses Video entstanden ist!

19.11.2020

21. September 2020 - Münzschenkung für das Institut für Altertumskunde

Gunther Schodlok, ein Münzsammler aus Niedersachsen hat dem Institut für Altertumskunde mehr als 3.500 antike Münzen geschenkt. Die Freude über die Schenkung ist umso größer, weil der Sammler "gezielt versucht [hat], die Lücken in unserer Sammlung durch Erwerbungen aufzufüllen", so Dr. Angelo Geissen, ehemaliger Kustos der Kölner Münzsammlung. Schodloks Sammlung enthält auch eine der letzten Münzen aus der Zeit von Königin Kleopatra.

Mehr über die Schenkung und ihre Auswirkung auf die numismatische Forschung an der Universität zu Köln erfahren Sie im Kölner Universitätsmagazin: Münzschenkung der Superlative >>

Bald werden die "neuen" Münzen auch im Kölner Münzportal recherchierbar sein. Das Münzportal ist 2013 in enger Zusammenarbeit mit PD Dr. Gregor Staab, dem Kustos der Münzsammlung am Institut für Altertumskunde und der USB entstanden. Die Portalsoftware dazu wurde an der USB entwickelt. Bei der Erfassung dieser besonderen Sammlungsobjekte unterstützen wir das Institut weiterhin.

21.09.2020

2. Oktober 1920 - 100. Todestag von Max Bruch

Am 2. Oktober 1920 verstarb der gebürtige Kölner Komponist und Dirigent in Berlin. Für uns ein Anlass, auf das Max Bruch-Archiv des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität zu Köln hinzuweisen: Das Archiv besitzt ca. 7.200 Briefe von und an Max Bruch. Bruch selbst hat einen Großteil seiner Korrespondenz mit Musikerkolleginnen und -kollegen, Musikinstitutionen, Freunden und Familienmitgliedern in 17 Bänden zusammengefügt, teilweise kommentiert, betitelt und eingebunden. Dieser Briefwechsel vermittelt einen Überblick über sein umfangreiches Netzwerk. Zum Reinhören in sein Werk hier das Violinkonzert Schottische Fantasie op. 46 (YouTube). Wer Spuren von Max Bruch sucht, wird in Bergisch Gladbach in der Villa Zanders fündig: Dort hatte er „sein” Klavierzimmer, bereitgestellt von seiner Mäzenin und Freundin, der Papierfabrikantin Maria Zanders. Dazu auch: "Bergisch Gladbach : ein Ort für Max Bruch"  Signatur: 18L3893

Die Beratung bei der Erfassung von außergewöhnlichem Sammlungsmaterial sowie die technische Realisierung und der Support des Max Bruch-Archivs gehören zu unseren Services für Kölner Universitätssammlungen.

02.10.2020

27. September 2020 - Leihgaben an Museen im Jahr 2020

Wegen Corona mussten Ausstellungen, in denen auch eine Auswahl unserer Bücher gezeigt werden sollten, abgesagt oder verschoben werden. Doch nun öffnen Museen ihre Häuser wieder. Im Rahmen der Wanderausstellung "Geschichte der Dinge. Zur Herkunft der Objekte in nordrhein-westfälischen Sammlungen" werden z.B. acht Museen nacheinander das Thema Provenienzforschung präsentieren. Am 27.09.2020 findet die Ausstellungseröffnung im Kreismuseum Wewelsburg statt. Wir sind dort mit drei Leihgaben aus der "Virtuellen Bibliothek Elise und Helene Richter" vertreten.

Eine Übersicht aller aktuellen Reisen unserer Bücher finden Sie hier >>

27.09.2020

2019

20. September 2019 -"Alte Bücher zur Kunst - von der Inkunabel bis zum Jahr 1920" - Digitalisierte Publikationen aus der virtuellen KunstBibliothek Köln (KuBi)

Die Sammlung beinhaltet Quellenwerke für die kunsthistorische Forschung aus den Gattungen der Bildenden Kunst, Bildhauerei, architektonischen Baukunst, Fotografie, Grafik, Kunstgewerbe und Malerei.
Sie finden Publikationen von Wissenschaftlern, Künstlern und Literaten, Sammelmappen, illustrierte Bücher und Sammlungen von Drucken einzelner Jahrhunderte.
 

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10.12.2019 - Neuerscheinung "Hommage für Hittorff" aus unserer Sammlung Jakob Ignaz Hittorff

Gare du Nord, Place de la Concorde, die berühmten blauen Straßenschilder in Paris - das alles gehört zum Werk des aus Köln stammenden Architekten Jakob Ignaz Hittorff. Von seinen festlichen Dekorationen und Raumausstattungen existieren nur noch Zeichnungen. Die nach seinen Entwürfen gefertigten Einrichtungsobjekte wie z.B. Tische und Schränke werden in Museen aufbewahrt. Kurzum: Hittorffs Nachlass ist zerstreut und auch heute noch werden Objekte, Akten, Bilder, Bücher und Briefe entdeckt und erforscht.

In diesem Erinnerungsbuch kommen Kuratorinnen und Kuratoren aus Museen, Archiven und Bibliotheken in Köln und Paris zu Wort und geben einen Einblick in die Vielfalt des vorhandenen Hittorff-Erbes.
"Hommage für Hittdorff - 1792 -1867 : Bilder, Bücher und Würdigungen", herausgegeben von Christiane Hoffrath und Michael Kiene, Köln, 2020, 175 S. : Illustrationen, ISBN 978-3-946275-06-0, 28,00 €

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12.11.2019 - Neues Sammlungsportal: Bestand der Bibliothek "Belgisches Haus" erstmals online

2016 übergab uns der belgische Staat die Bibliothek des "Belgischen Hauses". Damit konnten wir unseren Bestand an Literatur über und aus Belgien um ca. 5.000 Bände erweitern. Inzwischen sind alle Bücher recherchier- und ausleihbar. Das Spektrum des neuen Sammlungsportals reicht von Sachbüchern zur Landeskunde und Geschichte über Krimis wie z.B. Georges Simenons "Maigret" bis hin zu Veröffentlichungen belgischer Institutionen, wie die des "Palais des Beaux-Arts" in Brüssel.

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09.10.2019: Abschied von Eduard Prüssen

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Anfang Oktober erreichte uns die traurige Nachricht, dass Eduard Prüssen, Grafiker und Buchillustrator am 2.10.2019 in Köln verstorben ist.

Herr Prüssen war über die Kölnische Bibliotheksgesellschaft eng mit unserer Bibliothek verbunden und überreichte uns bereits 2010 einen großen Teil seines Gesamtwerkes als Vorlass.
Wir verlieren mit Herrn Prüssen nicht nur einen großzügigen Mäzen, sondern auch einen guten Freund, dem die Kolleginnen und Kollegen der USB sehr zugetan waren. Das Verzeichnis seiner Werke hat die USB als E-Book- und Druckausgabe veröffentlicht.
Eduard Prüssens „Kölner Köpfe“ sind 2010 als Sonderveröffentlichung von der USB Köln publiziert worden. Zum Sammlungsportal >>

16.09.2019 - vor 75 Jahren starb der isländische Jesuitenpater und Schriftsteller Jón Sveinsson - genannt "Nonni"- in Köln.

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Mit seinen autobiografischen Jugendromanen gelang es ihm, ein "Island-Bewußtsein in der Welt zu wecken".

Dank unserer umfangreichen Islandica-Sammlung haben wir ein besonderes Interesse an "Nonni" und wollen hier auf ihn aufmerksam machen. Zum Beispiel mit der Biografie "Pater Jón Sveinsson" von Gunnar F. Gudmundsson, die 2017 in unserer Schriftenreihe erschien und kaum eine Frage zum aufregenden Leben des Isländers unbeantwortet lässt.

Seinen 75. Todestag nimmt der Nonni-Fanclub Deutschland zum Anlass für die Ausstellung "Nonni - ein Isländer am Rhein" in der St. Maria Magdalena und Lazarus-Kapelle auf Melaten, wo Jón Sveinsson seine letzte Ruhestätte fand.

Der Verein lädt Sie herzlich zum Besuch der Ausstellung ein! Lesen Sie mehr >>

02.08.2019 - Kölner Dissertationen vor 1800 online

Dieser Moment, wenn man zur Prüfung hereingebeten wird ...

... ist heute genauso aufregend, wie vor 200 Jahren. Wer wissen möchte, zu welchen Themen damals geforscht wurde und vor allem, wer an der Alten Universität promoviert hat, kann jetzt in über 400 Dissertationen online blättern. Neben dem wissenschaftshistorischen Nutzen, erhalten Sie einen Einblick in die Kölner Biografieforschung.

Digitale Dissertationen der Alten Universität Köln aus dem 17. und 18. Jahrhundert - unser Beitrag zu HUNDERT JAHRE NEUE UNIVERSITÄT ZU KÖLN. Lesen Sie mehr >>

22.07.2019 - Bibliothek Johannes Fastenrath ist online

Jetzt können Sie in über 2000 Titeln der Bibliothek Johannes Fastenrath  (* 3. Mai 1839 in Remscheid; †  16. März 1908 in Köln) recherchieren!

Wer war Johannes Fastenrath?
Der Kölner Jurist, Schriftsteller und Übersetzer galt Ende des 19 Jahrhunderts als kultureller Mittler zwischen Deutschland und Spanien. Er übersetzte spanische Werke ins Deutsche und veröffentlichte in Madrid u.a. die sechs Bände umfassende " La Wal­hal­la y las glo­ri­as de Ale­ma­nia ", eine Kollektion von Essays, die Spaniern Persönlichkeiten der deutschen Geschichte und Kultur näher bringen sollte. Für seine Arbeit erhielt er in Spanien Auszeichnungen, wie z.B. die Ehrenbürgerrechte der Stadt Sevilla oder das Ritterkreuz der spanischen Krone. 1900 brachte er die Tradition der Barceloner Blumenspiele - einen Dichterwettbewerb - nach Köln, wo sie bis 1914 im Gürzenich stattfanden.

Noch bis 2002 wurde in Spanien der "Premio Fastenrath" von der Real Academie Es­paño­la an spa­ni­sche Dich­ter ver­lie­hen. Lesen Sie mehr >>

02.07.2019 - Restaurierung der Bibliothek Wallraf

Wallraf - Der "Erzsammler"

Die Bibliothek von Ferdinand Franz Wallraf ist in einem maroden Zustand. Unser Buchpatenprogramm 2018 "Wallrafs Bücher" war sehr erfolgreich, aber es müssen noch ca. 5000 weitere Bände dringend restauriert bzw. passiv konserviert werden. Mit privaten Spenden ausschließlich ist das nicht zu schaffen. Rettung naht jedoch: Durch Bundes- und Landesförderung soll die Bibliothek des Erzbürgers Wallraf von Grund auf saniert und restauriert werden.

22.03.2019 - Neues Sammlungsportal "Martin Stankowski - der andere Stadthistoriker"

"Ich bin immer hingegangen, habe neugierig geguckt und nachgefragt ..."

Dank dieser Eigenschaft hat uns Martin Stankowski eine ganz neue Sicht auf Köln eröffnet. Und das war auch Thema unserer Abendveranstaltung mit dem Autoren und Journalisten im Gespräch mit Jürgen Wilhelm am 4. April 2019.

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06.02.2019 - Bibliothek von Hans Engländer online: Von Vögeln, Amphibien & Reptilien

2011 erhielt die USB die Bibliothek des Kölner Universitätsprofessors Hans Engländer. Engländer sammelte nicht nur wertvolle Bücher, sondern nutzte sie auch intensiv und stellte sie seinen Schülern gerne zur Verfügung. Die Bibliothek Engländer ist nun größtenteils online recherchierbar und heute wieder für Studierende zugänglich. Damit erfüllen wir einen großen Wunsch des Sammlers.

Dem engangierten Zoologen und Naturschützer Engländer wurde 1994 eine große Ehre zuteil - eine neu entdeckte madagassische Froschart erhielt seinen Namen: "Boophis englaenderi"

(Foto: Mit freundlicher Genehmigung aus Glaw & Vences 2007: A Field Guide to the Amphibians and Reptiles of Madagascar, third edition. | Quelle: Stefan R. Sudmann: In memoriam Prof. Dr. Dr. Hans Engländer, 2011)

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02.01.2019 - Neues Sammlungsportal "Klassiker der Soziologie"

Das neue Sammlungsportal enthält englische, französische und italienische Originalausgaben der Soziologie, viele in Erstauflage. Die Titel sind mithilfe von OCR vollständig durchsuchbar.

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2018

28.11.2018 - Buchpatenprogramm "Wallrafs Bücher"

Lieben auch Sie alte Bücher? Dann helfen Sie uns, den reichen Schatz historischer Bücher zu bewahren! 2018/19 steht der Fokus "Patenschaft" auf der Gelehrtenbibliothek von Ferdinand Franz Wallraf.

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25.10.2018 - Neues Sammlungsportal "Illustriert Belletristik"

Wir leihen nicht nur wissenschaftliche Fachliteratur aus. Mit der Bibliothek unseres ehemaligen stellvertretenden Direktors Dr. Gernot Gabel sind über 3500 Belletristik-Klassiker, illustriert von namhaften Buchkünstlern, in unser Haus gelangt.

Freuen Sie sich auf Charles Dickens und Herman Melville, aber auch auf Kinderbücher wie z.B. Philip Ardagh's "Schlimmes Ende".

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30.09.2018 - Neues Sammlungsportal "Breslauer Dissertation"

Seit Kurzem sind unsere Dissertationen und Habilitationsschriften von 1850 bis 1945 aus der Universität Breslau im neuen Sammlungsportal "Breslauer Dissertationen" vollständig recherchierbar. 
Die Uniwersytet Wrocławski ist Partneruniversität der Universität zu Köln, ein Impuls für die Durchführung dieses Projekts.

15.09.2018 - ZeitpunktNRW

Durchsuchen Sie kostenfrei Zeitungen von 1800 - 1945 aus dem Rheinland und Westfalen!

Wir unterstützen das Landesprojekt unter Führung der ULB Bonn mit ca. 330 Masterfilmen von 8 Lokalzeitungen.

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08.06.2018 - Provenienzforschung in der USB Köln

Viele Bücher unseres historischen Bestands und Sammlungen gehörten Personen und/oder Institutionen, bevor sie in unseren Besitz kamen. Handschriftliche Besitzeinträge, Exlibris, Stempel, Supralibros und andere Merkmale haben sich oftmals erhalten. Diese Provenienzen erforschen wir und fügen die ermittelten Informationen unserem Recherche-Portal hinzu. Sie können aber auch alle erfassten Proveniezen auf einem Blick im Kölner Provenienzportal recherchieren >>

26.04.2018 - Schätze aus der "Bibliothek Hermann Heinrich Becker" in Sonderausstellungen

In zwei Sonderausstellungen waren wir 2018 mit Leihgaben aus unserer Bibliothek Hermann Heinrich Becker vertreten:

  1. Die große Landesausstellung zu Karl Marx: 1848 gaben Karl Marx und Friedrich Engels das "Kommunistische Manifest" heraus. Wir freuen uns, dass wir eine der seltenen Originalausgaben des Manifests, sowie die - mit persönlichen Notizen von Karl Marx versehene - Rheinische Zeitung von 1842 zu der Trierer Ausstellung beisteuern konnten. Beide Bände stammen aus der Bibliothek des "roten" Beckers.
  2. 1877 traf sich erstmals der Intern. Verein gegen Verunreinigung der Flüsse, der Erde und der Luft in Köln: Das war im "Zeitalter der Kohle" notwendig - Ziele des Vereins und den Verlauf seiner ersten Sitzungen können Sie nachlesen in den "Verhandlungen des Internationalen Vereines gegen Verunreinigung der Flüsse, des Bodens und der Luft/1.1877 "  RHPER700-1.1877

Zum Sammlungsportal >>
 

02.02.2018 - Neues Sammlungsportal "Bibliothek Rudolf Hilferding"

Der Sozialdemokrat Rudolf Hilferding war Arzt, Ökonom, Pazifist, Publizist, Parteigenosse von August Bebel und Karl Kautsky. Er war Finanzminister in der Weimarer Republik und starb 1941 unter ungeklärten Umständen in dem Pariser Gestapo-Gefängnis La Santé.

Seine Bibliothek ist im Sammlungsportal "Bibliothek Rudolf Hilferding" vollständig recherchierbar.

NEUE DISSERTATION - mit Quellenmaterial aus der Sammlung "Koloniale Bildpostkarten"

Lewerenz, Susann: Geteilte Welten, Köln: Böhlau, 2017.
Zugl.: Hamburg, Univ., Diss., s.a. Inhaltsverzeichnis